B-22: Prep

Da kommt was auf mich zu. 2020 war mir die Großwetterlage zu unsicher, 2021 habe ich es immerhin per Dienstreise bis Bosnien geschafft. Dieses Jahr möchte ich es erneut probieren und Griechenland auf dem Landweg erreichen. Wann und wie genau ist noch unklar. Eine gewisse Unsicherheit bzw. Spontanität möchte ich mir sogar erhalten. Bei gewissen Dingen möchte ich jedoch vorbereitet sein, selbst wenn es immer für alles eine Lösung gibt. Dieser Beitrag versteht sich daher als offenes Notizbuch und wird in unregelmäßigen Abständen aktualisiert. Letztes Update: 13. Mai 2022

Ungefähr so. Zum Vergrößern draufklicken. Daten von OpenStreetMap – Veröffentlicht unter ODbL

# 10-02-2022-01: Luxusproblem Nummer 14: Welches Motorrad?
Die Frage, welches Motorrad ich dieses Mal nehme, war schnell geklärt. Ich habe mich Softie-mäßig für die R 1200 GS entschieden. Weil ich das letzte Mal mit der 650er gefahren bin. Weil ich damit An- und Abreise bequemer überbrücken kann, und damit mehr Zeit für den Hauptteil bleibt. Sofern mich der fehlende Resturlaub dazu zwingen sollte… letztendlich aber auch, weil ich alleine fahre. Daher schließe ich allzu abenteuerliche Geschichten aus. Zwar werden ein paar Schotterstraßen nicht ausbleiben (nicht, dass ich was dagegen hätte…), aber ich möchte als Solo-Reisender nicht längere Zeit auf TET oder anderen abgelegenen Pisten unterwegs sein.

# 10-02-2022-02: Luxusproblem Nummer 15: Welches Gepäck?
Bei der Gepäck-Frage habe ich etwas länger überlegt. Mir hat die Idee gefallen, die GS mit den Satteltaschen und einer Gepäckrolle zu bepacken. Selbst wenn der Offroadanteil eher gering sein wird. Wohlwissend, wie limitiert meine Enduristan-Taschen sind, kam ich direkt zur nächsten Frage.

# 10-02-2022-03: Luxusproblen Nummer 16: Camping oder Hotel?
Übernachtungsmöglichkeiten gibt es überall, und da ich keine großen Ansprüche habe, ist das auch keine Frage des Geldes. Zwar sind Campingplätze günstiger als einfache Zimmer, aber der Unterschied fällt je nach Land gar nicht soo groß aus. Das Problem ist: Ich möchte campen! Nicht immer und nicht überall, aber es ist zusätzliche Freiheit, die einer Reise eine zusätzliche Note verleiht. Im Kleinformat konnte ich das schon während der Tschechien-Reise feststellen. Einfach am Tag kurz einkaufen gehen, Abends auf den Campingplatz rollen, Zelt aufbauen und nicht mehr umziehen und ein Restaurant suchen müssen – mega. Bedeutet aber auch: Zelt. Isomatte. Schlafsack. Achso, und theoretisch auch Besteck, Camping-Kocher, Bialetti, evtl. auch ein Topf… hmm… Kocher, Kochtopf und Kaffee wären evtl. noch verzichtbar. Aber auch so lande ich wieder bei Problem Nummer 15.

# 10-02-2022-04: Luxusproblem Nummer 15-2: Welches Gepäck?
Ich erinnere mich gut daran, wie ich 2020 kurz vor Abfart versucht habe, Isomatte und Schlafsack in die Nierenförmigen Enduristan-Bags zu stopfen. Nein, nein, nein. Selbst wenn ich das Zelt (wie in Bosnien praktiziert) außen anbringe, dann wird es einfach sehr eng. Und da ich auf die Foto-Ausstattung und etwas Werkzeug nicht verzichten möchte, lande ich unweigerlich bei den verpönten Alu-Koffern. Aber egal, dafür hab ich sie gekauft. Was interessiert mich denn das GS- und Touratech-Geläster, wenn ich am bosnischen Grenzübergang stehe… Camping-Ausrüstung heißt Camping-Möglichkeit. Und das ist mir nun doch wichtiger, als ein paar Kilo Gewicht zu sparen. Über das höhere Sicherheitsniveau lässt sich streiten, für einen Solo-Trip ist es nicht verkehrt, Schlösser an den Koffern zu haben. Hilft zwar nichts, wenn darüber noch eine Gepäckrolle gespannt ist, aber egal… Trotz des großen Stauraums werde ich versuchen, sparsam zu packen.

In Bosnien bewährte Kombi aus Alu-Koffern und Gepäckrolle (hier mit meinem Urlaubsflirt KTM 790)

# 11-02-2022-02: Reiseführer
Da bin ich zwigespalten. Eigentlich will ich ja nicht planen, alles auf mich zukommen lassen. Wenn ich aber ehrlich bin, dann lese ich immer wieder gerne im dicken Italien-Reiseführer, den ich mal bei uns gefunden habe, auch wenn er ungefähr von 2003 ist. Vor allem ist mir eingefallen, über wie viele Banalitäten ich mir im Urlaub manchmal Gedanken mache. Das fällt oft komplett weg, wenn man zu zweit unterwegs ist. Aber alleine artet fast jeder Restaurantbesuch in Stress aus, wenn ich in typisch deutscher Manier überlege, wann man essen geht, wie, ob man sich einfach hinsetzt, ob man besser am Eingang stehen bleibt. Jedes Kapitel ein eigenes Drama, vom Eintreten bis zum Bezahlen. Ich weiß, dass ich mir da einen viel zu großen Kopf mache. Aber ich kann es nicht ändern. Und bei genau solchen Dingen liefert einem ein Reiseführer ja manchmal einen Rettungsring. Analog zu den Alu-Koffern: Spießig, aber mei. Der dritte Grund für so ein Büchlein war, dass ein beträchtlicher Teil der Route nicht in der EU liegt. Das heißt, keine Datenflat. Was ich sowieso gut finde, denn in den letzten Urlauben habe ich gemerkt, wie sehr man sich auf das Internet verlässt. Das ist kein Rettungsring, sondern ein komfortables Rettungsboot (und ich meine kein Ruderboot, sondern so ein modernes, geschlossenes). Im Reiseführer bekomme ich zwar auch Empfehlungen, aber nicht gleich 76 Google-Bewertungen und Booking.com-Verlinkung. Ah, und wo ich schon dabei bin, lese ich doch nochmal zwei Newsletter und bisschen Nachrichten… Diese Offline-Thematik, die durchaus sehr positive Aspekte hat, hat mich auch zu einem Reiseführer gebracht, um den ich ehrlich gesagt schon einen großen Bogen machen wollte: Das „Roadtrip Handbuch Balkan-Halbinsel„. Zielt nämlich sehr auf Häschtäg Wän-Laif ab, was mich eher abturnt. Wenn ich es aber neutral betrachte, dann ist es ein modern aufgemachter Reiseführer, der sehr aktuell ist und vor allem Campingplätze empfiehlt. Die Alternative wäre der Lonely Planet-Reiseführer gewesen, der aber schon gute vier Jahre älter ist. Ein letzter Pluspunkt war dann, dass der Reiseführer für Bulli-Roadtripper auch Griechenland enthält. Bei Lonely Planet fehlt das (logisch, würde ich bei einem „Balkan“-Reiseführer auch nicht erwarten). Ich bin also gespannt, aber für unter 20 Euro geb ich dem Buch einfach mal eine Chance.

# 11-02-2022-03: Werkzeugrolle
Schon ein längeres Thema, denn bei der GS (vor allem mit Schlauchlosreifen) war ich noch nicht so pannensicher ausgestattet, wie man vielleicht sein sollte. Gegen alles kann man sich sowieso nicht absichern (selbst wenn man den Platz hätte…), aber eine Reifenpanne gehört zu den Sachen, auf die man sich vorbereiten kann und sollte. Hatten wir ja in Bosnien auch… und da sogar seitlich, wo auch das Tubeless-Reparatur-Set, das ich unter der Sitzbank der GS habe, nicht geholfen hätte. In dem Fall hilft nur: Rad raus, Reifen runter und Schlauch rein. Werkzeug dafür habe ich, auch GS-spezifisches. Bei Schlauchlosreifen scheint es jedoch kaum ohne Kompressor zu gehen, weil der locker aufliegende Reifen ja erstmal nicht luftdicht abschließt. Heißt, mit einer Luftpumpe kann man pumpen wie man will, die Luft bleibt nicht drin. Wenn aber sowieso ein Schlauch eingezogen wurde, dann geht das natürlich schon. In allen anderen Fällen (also, mit Tubeless-Reparatur-Set flickbare Panne, die nicht mal einen Ausbau verlangt) wäre ich aufgeschmissen. Daher überlege ich nun, einen kleinen Kompressor zu kaufen… und etwas Kaltmetall, das z. B. auch schon mal nach einem Sturz auf den Zylinderdeckel einen Urlaub bzw. die Weiterfahrt ermöglicht hat. Es sind also ein paar Teile, die ich einfach nicht auf dem Schirm hatte. Jetzt gehe ich zwar nicht auf eine Fernreise, aber drei Wochen Balkan sind nach meiner Einschätzung trotzdem etwas anderes, als eine Wochenendtour in die Alpen. Ich überlege aber noch, ob es nicht ein 19-Zoll-Schlauch tut, der zur Not auch in das 17-Zoll-Hinterrad passt. Das scheint gängige Praxis zu sein und wird auch von Bret Tkacs empfohlen. Das sind halt wieder Reifenpanne²-Szenarien, die viel Platz im Reisegepäck brauchen. Ich muss mal überlegen, was ich dann tatsächlich mitnehme. Darauf, dass Pannen die schönsten Erinnerungen und Erlebnisse ermöglichen, möchte ich mich irgendwie nicht so ganz verlassen.

Es gilt die Regel: Nimm Werkzeug mit, um es (zu 99 Prozent) nicht zu brauchen!

# 13-02-2022-01: Die ersten Eindrücke des Reiseführers, der sich „Roadtrip Handbuch“ nennt
Eigentlich wusste ich ja, dass ich nicht die exakte Zielgruppe bin. Wie erwähnt spricht das Buch vor allem Campingbus-Urlauber und Wohnmobilisten (in jedem Fall Auto-Urlauber) an. Beim ersten Durchblättern war ich nicht sonderlich begeistert. Pro Land sind lediglich eine Handvoll Städte und Sehenswürdigkeiten ausgewählt, die dann jeweils mit umliegenden Empfehlungen für Restaurants, Campingplätze oder Aktivitäten angereichert sind. Da hatte ich mir etwas mehr erwartet, zumal bei vielen Städten lediglich Stellen empfohlen werden, an denen man lässig seinen Campingbus stehen lassen und nächtigen kann. Eigentlich logisch. Genauso wie Hotels überhaupt nicht empfohlen werden. Dafür gibt es dann noch sieben Routenvorschläge, die kreuz und quer über den Balkan führen. Alle Karten zeichnet aus, dass sie lediglich die Umrisse der Länder sowie die Hauptstädte zeigen. Sonst sind nur die erwähnten Highlights markiert. Der Rest ist, soweit ich das beurteilen kann, guter Standard, zu jedem Land gibt es alle Infos, die man als Reisender wissen muss sowie hilfreiche Tipps (z. B. Bargeld, Währung, Straßenverkehr, Steckdosen, etc.). Nach diesem, zunächst ernüchterten Fazit habe ich den Reiseführer nochmal in die Hand genommen und etwas genauer angeschaut. Ich muss zwar immer noch über manches schmunzeln (Zitat: ob mit Kombi, Van oder Profi-Offroad-Reisemobil), es haben sich dann aber doch einige Anregungen gefunden, denen ich gerne nachgehen werde. Und wenn es nur ein empfehlenswertes Café ist, das irgendwo liegt, wo ich sowieso vorbeifahren wollte. Schon passiert wieder mehr Planung, als mir lieb ist. Ein paar Abschnitte der Reise habe ich eh schon im Kopf, dann kann ich auch etwas Sightseeing einplanen.

Beispiel: Höhlenburg Predjama, nahe Postojna in Slowenien. Und, oh Wunder, da gibt es einen Campingplatz, der mitten im Wald liegt. Die erste Tagesetappe ist quasi schon geplant…

Weiterhin bin ich durch den Reiseführer auf die Idee gekommen, vielleicht sogar einen Bogen durch den Kosovo zu schlagen. Wäre aufjedenfall spannend. An den Ohrid-See wollte ich sowieso, dank meines Reiseführers werde ich dafür aber nun einen Tag Albanien opfern und mindestens einen Bogen nach Nordmazedonien schlagen. Eine Campingplatz-Empfehlung war hier zum Glück dabei. Die weitere Route führt dann relativ geradlinig nach Süden, wo die berühmten Meteora-Klöster auf dem Weg liegen. Wie immer bin ich etwas hin- und hergerissen, tendiere aber im Moment dazu, sie mir anzuschauen. Wenn man schonmal da ist… und so geht es weiter.

Damit meine Lust am Planen nicht die Oberhand gewinnt, werde ich mir bestimmte Abschnitte einfach offen halten. Ganz abgesehen davon, dass so eine „Planung“ ja ohnehin nicht in Stein gemeißelt ist. Aber aus Erfahrung halte ich mich zu gerne an das, was ich mir vor Monaten mal zwischen PC, Atlas und Straßenkarte ausgedacht habe.

# 13-02-2022-02: Das Sightseeing-Camping-Dilemma
Bei der Überlegung, dass ich mir doch in Slowenien gern diese Burg anschauen würde und den Abend im Zelt verbringen will, ist mir etwas eingefallen, dass mich schon in Tschechien beschäftigt hat. Ein Problem, das für routinierte Camper wohl schon lange keins mehr ist. Vor allem nicht, wenn sie ein Auto haben. Das Szenario: Ich will weder das vollbepackte Motorrad vor der Burg stehen lassen, noch in Mopedklamotten rein gehen. Was also tun? Ich würde ungern meine Tasche und Koffer auf dem Campingplatz lassen. Die Idee, die vermutlich schon 73456391 Motorradfahrer vor mir hatten, ohne sie im Internet zu posten: Ich baue das Zelt auf und schmeiße Schlafsack und Isomatte rein. Die Koffer bleiben am Moped, die Gepäckrolle verschwindet im nun leeren Koffer. Vorher noch mziehen geht natürlich auch. Ergebnis: Ich kann in normalen Klamotten und mit gutem Gefühl in der Burg verschwinden und muss lediglich meinen Tankrucksack mitnehmen.

Auch wenn ich es ungern zugebe, Camping stellt mich immer noch vor unerwartete Herausforderungen

# 13-02-2022-03: Erste Überlegungen zur Fähre
Wie An- und Abfahrt hat sich auch das Thema Fähre zu einem Ankerpunkt der Reise entwickelt, ist an sich aber schnell abgehandelt: Ich werde von Patras, nicht Igoumenitsa ablegen, da ich dieses Mal anders herum fahre. So kann ich wieder durch die schöne Berglandschaft der Peloponnes fahren und am Nachmittag auf die Fähre rollen. Option A war zunächst Ancona (wie passend), was aber zwischen 22 und 27 Stunden dauert. Uff! Dann ist mir eingefallen, dass ich 2020 rund 16 Stunden von Bari bis Patras gebraucht habe. Und von Bari bis Ancona sind es auf der Autostrada zur Not nur gute fünf Stunden. Gebongt. Option B (wie Bari) soll es also sein. Buchen kann ich sowieso noch nicht, die Abfahrtzeit ist aber immer gleich, egal ob Früh- oder Hauptsaison. Um 17:30 soll es losgehen, gegen 9:30 bin ich in Italien. Das passt perfekt zur übrigen Reiseplanung, die Zeit auf der Fähre zerreißt nicht den Rhythmus, sondern fügt sich harmonisch als Übernachtung auf dem Wasser ein. Und dieses Mal bin ich ja perfekt ausgerüstet, muss meine Textilkombi nicht mehr als Not-Bett umfunktionieren, sondern habe Iso-Matte und Schlafsack. Falls ich etwas Zeit über habe, kann ich von Bari aus noch ein paar Extra-Tage in Italien einbauen. Falls nicht, dann geht es eben halbwegs stressfrei innerhalb von vier bis fünf Tagen zurück über die Alpen. Die Vorfreude wächst!

Ci vediamo, Bari! (Foto von 2020, auf dem Weg von Bari nach Patras)

15-02-2022-01: Fotos unterwegs sichern
Ich dachte, diesen Punkt schon erwähnt zu haben, finde ihn aber nicht mehr. Egal. In meinen Bemühungen, möglichst leicht zu packen, hatte ich zuletzt auf einen Laptop verzichtet. Jetzt habe ich das nischige Problem, wie ich am besten meine Fotos sichern kann. Abgesehen von Bastel-Lösungen, scheint es für übervorsichtige Hardcore-Backpacker und Motorradreisende drei Optionen zu geben:

  • Einfachste Lösung: Fotos via Nikon-App auf meinem Handy sichern. Der Speicherplatz reicht locker und die App koscht nix, wie der Schwabe sagt. In der Vergangenheit war die App aber leider nicht allzu zuverlässig, verlor zeitweise auch mal die Verbindung (WLAN zwischen Kamera und Smartphone), wenn die App zu lange mit dem Laden der Bilder beschäftigt war
  • Dekadente Lösung I: es gibt externe Festplatten, die einen integrierten SD-Kartenleser haben und per Knopfdruck ein Backup erstellen. Kostet aber mindestens 200 Euro, teilweise auch 600 oder sogar über 1000. Selbst wenn das 200 Euro Gerät ausreicht, ist das immer noch eine Stange Geld
  • Dekadente Lösung II: Wenn man schon 200+ Euro ausgibt, kann man sich davon auch ein Foto-Sicherungs-Gerät kaufen, das einen Bildschirm und eine Tastatur mitbringt. Ein Netbook. Hätte auch den Vorteil, dass ich meine Reisenotizen (wie sonst auch) sofort tippen kann, statt später eine Zettelsammlung abzutippen. Bei vier Tagen Tschechien war das ok, bei drei Wochen könnte es nerven. Ein Netbook ist immerhin halbwegs kompakt und auch sonst vielseitig verwendbar. Mir widerspricht aber eigentlich der Gedanke, ein weiteres, teures Gerät mitzuschleppen, das mich zwangsweise ablenken wird und dass ich eigentlich (wie die externe Festplatte) an den übrigen 335 Tagen im Jahr nicht wirklich brauche

Gebraucht-Geräte sind nicht viel günstiger und wenn ich dran denke, was 200 Euro in Benzin, Essen und Übernachtungskosten sind, will ich sie erst recht nicht in weitere Elektronik investieren. Im Moment tendiere ich also dazu, die Backup-Lösung über das Smartphone nochmal intensiv zu testen. An sich mache ich mir keine Sorgen, dass mir die Kamera geklaut wird oder die SD-Karte abraucht, ärgerlich wäre es bei so einem Urlaub aber trotzdem.

Diese Art des Sicherns (und des Schreibens) wollte ich eigentlich künftig vermeiden

16-02-2022-01: Fotos unterwegs sichern – gelöst
Manchmal sollte man Dinge einfach ausprobieren, bevor man in die Tasten haut. Das gilt für vieles im Internet, aber in der Causa „Fotos sichern“ auch. Mir ist heute eingefallen, dass die häufigen Abstürze der App auf meinem alten Handy passiert sind. Um die trotzdem auftauchenden, gelegentlichen Verbindungsprobleme zwischen Telefon und Kamera abzumildern stieß ich außerdem auf den Tipp, erst in den Flugmodus zu gehen und dann das WLAN wieder einzuschalten. Außerdem sollte ausgestellt werden, dass sich das Handy automatisch verbindet. Zudem gibt es wohl ein paar App-Alternativen. Vorhin nahm ich also die Nikon in die Hand, auf der zufällig eh noch knapp 200 Bilder gespeichert waren. Diese konnte ich dann auch problemlos innerhalb weniger Minuten auf das Handy ziehen. Der ganze Aufriss umsonst.

Ich habe kurz überschlagen, dass erfahrungsgemäß pro Tag zwischen zehn und 30 Bildern übrig bleiben werden (zumindest nach dem Aussortieren am Abend). Das heißt, nach 21 Tagen wären es gute 630 Bilder, die in max. Jpeg-Qualität selten über 13 Megabyte brauchen. Das wären also knapp über acht Gigabyte, was ich mit dem Smartphone gerade so als freien Speicher habe.

Wichtige Notiz: die wirklich nicht berauschende WMU-App schickt Fotos nur dann in voller Qualität auf das Handy, wenn man die Bilder einzeln auswählt und herunterlädt. Wenn ich mehrere Fotos auswähle, werden sie automatisch komprimiert, und das deutlich. Da ich die Bilder eh jeden Tag ausmiste und inkrementell sichere, ist das ein verschmerzbarer „Workaround“. Ich bin wahnsinnig froh, dass ich hier einen Haken setzen kann.

16-02-2022-02: „Parts are coming in“
Heute kam die Teilelieferung für den 40 000er Service der GS. Das Paket war kleiner als erwartet, der Grund dafür stand auf einem zigfach gefalteten Zettel von DPD. Scheinbar war der große Ölkanister undicht und das Paket musste im Depot neu verpackt werden. Sowas hatte ich auch noch nie, die Sache war aber mit einem Anruf erledigt. Luftfilter und Getriebeöl sind zwar noch nicht fällig, die sind aber nunmal im praktischen Wartungspaket dabei und überstehen ja auch etwas Zeit im Regal.

Das große Wellnesspaket für Vierventilboxer. Nicht im Bild: Vier Liter 20W50

16-02-2022-03: Bären
Eine weitere Empfehlung aus dem Reiseführer: Das Bären-Reservat in der Nähe von Pristina. 20 Braunbären, die vorher teilweise in Käfigen gehalten wurden, kann man dort besuchen. Das ist erstens eine schöne und unterstützenswerte Sache, und zweitens besser, als Bären beim Wildcampen zu treffen. Ehrlicherweise hatte ich diesen Vorschlag schon mehrfach überblättert, denn der Kosovo liegt theoretisch nicht so wirklich auf meiner Route. Angesichts der Größenverhältnisse (das Land hat wohl 2/3 der Fläche Thüringens) sollte ein kleiner Schlenker von Albanien nach Nordosten aber drin sein. Vielleicht verschätze ich mich hier wieder gnadenlos, aber ein Blick auf die Homepage hat mich dann überzeugt. Außerdem ist es eine gute Gelegenheit, ein weiteres, spannendes Land (oder die autonome Provinz, je nachdem, wen man frägt) kennenzulernen, das man sonst nur aus Reportagen über den Krieg kennt. Und zuletzt ist es, neben Teilen Bosniens, Montenegro und Nordmazedonien eine gute Motivation, das kyrillische Alphabet zu verinnerlichen, das ich gerade mit dem Russischkurs auf Babbel lerne. Wie komme ich jetzt eigentlich runter von diesem Hoch der Vorfreude?

Neuer Plan. Zum Vergrößern draufklicken. Daten von OpenStreetMap – Veröffentlicht unter ODbL

17-02-2022-01: Fotos unterwegs sichern, nun auch bei der Kompaktkamera + Fernauslöser
Wie vermutet lässt sich die Nikon WMU-App auch mit meiner älteren Nikon-Kompaktkamera koppeln. Die Kamera nutze ich nicht nur gerne als Backup, sondern vor allem als „Onboard“-Kamera. Sie passt nämlich gut in die Jackentasche und lässt sich auch mit einer Hand bedienen. Das funktioniert sogar mit Handschuhen. Eine GoPro mit dem dafür konstruierten Brustgurt liefert bessere Ergebnisse, bei denen auch beide Hände am Lenker bleiben können, aber bei genügend Fotos sind immer ein paar gelungene Aufnahmen dabei. Bergauf oder in Kurven geht es halt nur sehr eingeschränkt… Umso besser, dass ich diese Fotos nun auch auf dem Handy speichern kann, denn je nach Faulheit oder Anhaltemöglichkeiten trägt die Onboard-Kamera auch mal die Hauptlast meiner Tagesproduktion.

Profis nutzen für sowas eine GoPro. Wie man am Drehzahlmesser sieht, behelfe ich mir mit einer Digicam

Die zweite Fotosensation des Tages: Ich weiß nicht wirklich, was ich anders gemacht habe. Aber meine Funkauslöser funktionieren (wieder?). Es lag wohl weniger am Batterie rein und raus machen, sondern daran, dass ich die Kamera einfach im normalen Aufnahmemodus belassen habe. Der sonst immer gewählte Aufnahmemodus für Fernauslöser ist wohl nur für Infrarot-Fernbedienungen gedacht. Auf so was muss man auch erstmal kommen. „Hamma wieder was gelernt“, wie Markus Kavka immer so sagt. Damit sollten Fahrfotos deutlich besser umsetzbar sein, als mit 20-Sekunden-Timer und einer Intervallaufnahme von zehn Fotos. Das ging zwar auch, in Tschechien habe ich aber gemerkt, dass die Abstände für Fahrfotos viel zu groß sind. Ganz abgesehen davon, dass 20 Sekunden nicht viel Zeit sind, wenn das Stativ irgendwo am Hang steht und man erst zum Motorrad rennen muss, den Motor anlassen und möglichst schnell möglichst schräg um die Ecke fahren soll, vorher aber noch umdrehen muss. Mit dem Funkauslöser ergeben sich ganz neue Möglichkeiten, aber Autofokus, Bildeinstellungen und vor allem die Handhabung des Auslösers sind Dinge, die ich idealerweise mal auf einer einsamen Landstraße testen und üben sollte, bevor ich damit losziehe.

19-02-2022-01: Risikominimierung vs. Packmaß
In der Zwischenzeit habe ich mich nochmal in das Thema Reifenpanne eingelesen. Aus eigener, frischer Erfahrung weiß ich, dass ein Schlauch auch bei Schlauchlos-Reifen ein probates Mittel sein kann. Zum Beispiel dann, wenn der Reifen so beschädigt ist, dass gängiges Flickzeug nichts mehr hilft oder dann, wenn der Reifen (wie in unserem Fall 2021) seitlich aufgeschlitzt wurde. Da dieses Szenario aber schon unwahrscheinlich ist und zusätzlich der allerschlimmste Fall wäre, überlege ich, ob ich dafür Montierhebel und Schläuche mitnehmen soll. Denn auch wenn ich mir das zutraue, dann stelle ich mir den Reifenwechsel mit Schlauchlosreifen deutlich schwieriger vor, als bei meiner 650er. Es könnte also sein, dass ich trotz des ganzen Materials nicht ohne fremde Hilfe weiter komme. Zumal die Meinungen über „Schlauch in Schlauchlos-Reifen“ auseinandergehen, viele sprechen auch hier nur von einem absolutem Notbehelf, um bis zur nächsten Werkstatt zu kommen. Hmm. Da ich als Solo-Reisender (wie oben schon beschrieben) nicht vorhabe, ausgiebige Schotter- und Geländeabschnitte zu fahren, werde ich bei folgendem Kompromiss bleiben: Reifenflickset für Schlauchlosreifen JA, Werkzeug für Radausbau JA, Ersatzschläuche und Montierhebel NEIN.

23-02-2022-01: Mal wieder Fotoausrüstung
Habe heute gesehen, dass es sogar einen Brustgurt für die AW-130 gibt (siehe Beitrag vom 17.02.). Bevor ich aber blind bestellt habe, bin ich nochmal die Aufnahmemodi durchgegangen. Leider bietet die Kamera nicht die Timer-Möglichkeiten der D5300 (die ja ihrerseits auch nicht alles, aber eben deutlich mehr bietet). Mir bleibt lediglich die Wahl zwischen 2- und 10-Sekunden-Timer. Und dann macht die Kamera nur ein Foto, für eine Serienaufnahme müsste ich trotzdem den Auslöser gedrückt halten. Da ist mit dem Brustgurt nichts gewonnen und flexibler ist es auch nicht. Ich kann mir im Moment nicht vorstellen, ob ich es immer so gut hinbekomme, innerhalb von zehn Sekunden die Kamera zu fixieren und loszufahren. Andererseits… kostete der Gurt „nur“ 25 Euro. Eine weitere Option: Filmen und dann einzelne Frames rausschneiden und als Bild abspeichern. Die Qualität ist aber deutlich schlechter, wie man auf diesem Bild sehen kann:

Fahrfotos von sich selbst machen ist die Königsdisziplin der Motorrad(reise)fotografie

26-02-2022-01: Wertvolle Zitate
Zwei Zitate, über die ich in den letzten Wochen gestolpert bin, wollte ich an dieser Stelle (und vielleicht zu späterer Gelegenheit) einbauen. Beide sind vielleicht nicht weltbewegend, mich haben sie jedoch fast aus dem Buch heraus angesprungen. So teilt Helge Timmerberg mitten in „Die Märchentante, der Sultan, mein Harem und ich“ eine große Weisheit für Reisejournalisten: „Man schreibt die Geschichte nicht, solange man noch auf der Reise ist. Mit Abstand erzählt sie sich besser. Die Erinnerung kürzt den Strom der Erlebnisse schon mal auf das Wesentliche, und die Sehnsucht zieht den Glanz drüber.“

Nicht, dass ich mit bisherigen Texten unzufrieden war. Ich finde nach wie vor, dass dieses „Live-Tagebuch“ davon lebt, dass die Eindrücke ungefiltert festgehalten werden. Es spricht aber auch einiges dafür, die Notizen erstmal liegen zu lassen und sie nach der Reise zu verarbeiten, wie bei meiner kurzen Tschechien-Reise: Man hangelt sich an den Notizen entlang, ein paar Sachen lässt man dann doch weg, aber dafür fallen einem noch andere Sachen ein. Das zweite Zitat ist womöglich noch trivialer. Chris Scott beschreibt im „AMH“ unter anderem auch sehr gut, wie unsicher, paranoid und/oder verloren man sich unter Umständen auf der Reise fühlt. Mir ist klar, dass er damit vor allem tatsächliche Fernreisen anspricht, wo der Kulturschock deutlich größer ausfällt, als bei meinen bisherigen oder geplanten Touren. Trotzdem fühle ich mich als Solo-Reisender, wo alle Eindrücke und Gefühle viel schwerer wiegen, angesprochen: „A crucial part of acclimatising to life on the road is seeing the world for what it acutally is: regular people going about their ordinary lives just like you back home. Und ein paar Zeilen später: „So make the most of roadside cafés for tea breaks, meals and rests. They’re great places to mix with local people without feeling like you’re on a stage. The owners and customers will be regulars used to passing travellers and may well treat you like any other customer. Very often, that’s all you want.“

Natürlich legt man sich ein gern Zitat so zurecht, wie es einem passt, auch wenn das mitunter von der eigentlichen Intention abweicht. Keine Ahnung. Ich kann nur sagen: Je weiter ich meine geographische Komfortzone verlasse (die sich ungefähr mit dem deutschsprachigen Raum deckt und abgeschwächt bis Süditalien reicht), umso mehr fühle ich mich wie ein Außerirdischer. Und diese Passage hat mich einfach darin bestärkt, dass es vielleicht auch „normal“ ist, unsicher und gestresst zu sein. Ich beneide alle, die dieses Problem nicht haben. Immerhin fällt es mir mit jeder Reise etwas leichter, mich einfach in der doofen Touri-Rolle zu sehen.

Was sonnige Urlaubsfotos mit einem Eiscafé meist nicht erzählen: wie gschamig man in den Momenten vor dem Foto war

09-03-2022-01: Man wächst mit seinen Aufgaben
Als großer Boxerfan werde ich ja nicht müde, unter anderem auch den Vorteil der Wartungsfreundlichkeit zu betonen. Was eigentlich nur die halbe Wahrheit ist und eher eine Wartungs-ZUGANGS-Freundlichkeit ist. Trotzdem: Ventilspiel und Zündkerzen, das wollte ich aus Prinzip machen und nicht machen lassen. Und nachdem ich beides schon mal an der 650er kontrolliert und getauscht habe, sollte das ja auch an der GS machbar sein. Davor war aber noch der Antriebsriemen der Lichtmaschine fällig, der jedoch dank des ausgeliehenen BMW-Spezialwerkzeugs schnell montiert war. Unter der sogenannten Heldenbrust ist jetzt wieder Ruhe für die kommenen sechs Jahre bzw. 60 000 Kilometer…

Größte Schwierigkeit beim Riemenwechsel: Die beengten Platzverhältnisse am Telelever

Danach ging es links und rechts weiter. Zündkerzenabdeckung raus, Zündspulen abziehen (um mich selbst zu zitieren: „mit einem BMW-Spezialwerkzeug, das ich mir auch leisten kann“), Zündkerzen ausschrauben, bei den Nebenzündkerzen fast das gleiche Spiel. Mit untergestellter Schüssel war auch das Deckel abschrauben keine große Sauerei schon kam die Fühlerlehre zum Einsatz. Das heißt, vorher musste der Motor noch in den korrekten der beiden oberen Totpunkte (OT) gedreht werden. Hierfür gibt es tatsächlich ein weiteres BMW-Spezialwerkzeug. Ich behalf mir mit zwei ineinander gesteckten Strohhalmen, die durch das Kerzenloch an den Kolben gelangen. Nach kurzem Check der Kipphebel ging es an die Einlass- und Auslassventile. Nicht nur beim Boxer sehr offensichtlich wo was liegt, trotzem hatte ich mich im ersten Moment kurz vertan. Ein paar Ventile lagen minimal über der Toleranz, das notwendige Nachjustieren war mir an dieser Stelle aber ganz recht, denn so war ich gezwungen, das Ventilspiel nicht nur zu kontrollieren, sondern auch einzustellen. Dieser Schritt wäre sonst wieder etwas gewesen, wovor ich beim nächsten Mal etwas mehr gezögert hätte. An sich ist das (zumindest in dieser Bauart) eine sehr schöne Arbeit und der Grund, warum manche diese Baujahre der GS gegenüber späteren bevorzugen bzw. sie als wartungsfreundlicher gilt (ab 2010, beim DOHC-Motor werden Halbkugeln verwendet, um das Ventilspiel einzustellen).
Für mich wäre das anno 2014 die Büchse der Pandora gewesen

Danach kamen noch frische Zündkerzen rein (gerade die Nebenzündkerzen waren ordentlich verrußt, was aber offenbar normal ist). Alles wieder zu, im Geiste nochmal überlegt, ob ich alle Schrauben richtig angezogen habe. Mit dem guten Gefühl, viel gelernt und Berührungsängste weiter abgebaut zu haben, fuhr ich bei Minusgraden wieder nachhause. Frisches Öl gab es übrigens schon vor ein paar Tagen, auch hier stellt sich langsam so etwas wie Routine ein. Zum kompletten Service fehlt jetzt nur doch die Drosselklappensynchronisation und der Tausch der Bremsflüssigkeit, was ich jedoch nach wie vor noch bei einer Werkstatt machen lasse. Trotzdem war dieser Abend wieder eine gute Schrauber-Erfahrung. Selbst wenn ich das nicht ständig machen werde: Es überhaupt mal gemacht zu haben gibt mir das Gefühl, wieder ein Stück weit mehr Autonomie gewonnen zu haben. Es gibt für alle Pannen oder sonstwas eine Lösung, aber mein metaphorischer Werkzeugkasten, auf den ich zurückgreifen kann, ist nun wieder um etwas Werkzeug erweitert worden.

# 10-03-2022-01: Rahmendaten
Habe mal grob die Route überschlagen (Überraschung…): Die Balkan-Etappe mit Endpunkt Patras kommt auf rund 3300 Kilometer, die Italienetappe auf rund 1600. Das ist jetzt keine Fernreise, rein statistisch finde ich das dennoch interessant, gerade um es mal im Verhältnis zu Inspektionsintervallen (10 000) und der zu erwartenden Lebensdauer der Reifen (je nach Typ rund 4000 bis über 10 000) zu setzen. Als Zeitraum wird August/September konkreter.

# 13-05-2022-01: Durchsörrwisiert und äh, nebenbei, ein neues Fahrwerk
Mit einem Getriebeölwechsel („vorn“ und „hinten“) für das gute Gefühl ist die große Wartung für viele Tausend Kilometer mal wieder erledigt. Sofern man das anhand der Farbe des Altöls beurteilen kann (oder sollte), scheint alles in gutem Zustand zu sein. Ein beruhigendes Gefühl, wenn man den Endantrieb als größte Schwachstelle der K25 betrachtet. Zum Abschluss gab es noch einen frischen Luftfilter.

Hat man das auch mal wieder getauscht (und mal wieder den Haftungsausschluss von BMW gelesen)

Lediglich die Drosselklappensynchronisation und einen Bremsflüssigkeitswechsel habe ich vor ein paar Wochen der Werkstatt überlassen. Eine Rechnung über gerade mal 98 Euro und eine Wartezeit von rund 45 Minuten hätte ich bei einem BMW-Händler am allerwenigsten erwartet, aber mich umso mehr gefreut. Noch ein Nachtrag der, wenn man so will, auch noch zur Wartung gehört: Ich habe mir nach langem hin- und herüberlegen ein neues Fahrwerk geleistet. Ich, der das oft als Bling-Bling abgetan hat oder zumindest von sich selbst dachte, dabei eh keinen Unterschied zu merken. Aber wer lange genug überlegt, findet ausreichende Argumente, so etwas doch möglichst noch vor einer großen Reise anzugehen. Und die Inflation macht es ja auch nicht besser, ja ja. Da ich das Thema schon hin und wieder anrecherchiert hatte, stand die Entscheidung Revision/Wilbers/Touratech bzw. Tractive/Öhlins (entspricht von links nach rechts auch der preislichen Skala) für mich schon recht früh fest. Außerdem habe ich nun mal seit meinem ersten Motorrad gewisse Sympathien für den Hersteller mit den (heute nicht mehr ganz so) fetten Katalogen. Zum Glück kann ich schon jetzt, nach einem Tag und erst wenigen Kilometern behaupten: Sowas ist tatsächlich jeden Cent wert. Bei einem Neumotorrad würde ich es trotzdem nicht sofort austauschen. Mein Fahrwerk war nach 40 000 Kilometern noch dicht, aber tatsächlich etwas ausgelutscht, bzw. „durch“, um denjenigen zu zitieren, der es mir nicht verkauft, aber eingebaut hat. Letztendlich sehe ich es auch als Treuebekenntnis zur GS und als endgültige Entscheidung gegen Tagträumereien in Richtung Ténéré 700, KTM 790, etc.

# 13-05-2022-02: So viele Bücher
Seit ein paar Jahren lese ich wieder sehr viel, nicht nur, aber gerade auch im Urlaub. Jetzt hab ich das Dilemma, dass ich sonst nur von PC-Spielen kenne, seitdem diese überwiegend digital vertrieben werden: Ich habe in kurzer Zeit viele Bücher günstig eingekauft und jetzt weiß nicht, wo ich anfangen soll oder welches Buch ich mitnehmen soll. In der Auswahl sind Bücher von Stephen King (eigentlich eine sichere Bank für den Urlaub), Romane von vermeintlichem Weltrang (Grapes of Wrath von John Steinbeck und Der Zauberberg von Thomas Mann), die mich aus unterschiedlichen Gründen interessiert haben oder aber ein Buch von Helge Timmerberg, dessen Bücher ich erst seit kurzem kenne, aber sehr unterhaltsam wie lehrreich fand. Vielleicht muss ich nach Größe und Gewicht entscheiden.

# 13-05-2022-03: Es ist gut, wenn ich keinen Plan habe
Im Moment bin ich mit anderen Dingen genug abgelenkt, so dass ich mich nur hin und wieder auf den Urlaub freue, ohne wieder in den Planungsmodus zu verfallen. Gerade der Abschnitt in Kroatien ist bis auf den Mali Alan und eventuell die Insel Krk noch total offen. Auch in Montenegro werde ich nach Zeit und Lust entscheiden, ob ich statt Küste und Kotor nicht doch lieber in den Norden und damit durch den Durmitor-Nationalpark fahre. Und so geht es weiter, aber mit dieser Reise will ich endlich damit aufhören, immer alles schon am Vorabend zu buchen.

to be continued…

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