Logbuch # 2 / 2026

Training… mal wieder

Wie im letzten Beitrag groß verkündet, habe ich mir in den letzten Wochen mal ein paar Aufwärmübungen verschrieben. Zwar nicht jede Woche, wie in einem Anflug von Selbstüberschätzung vorgesehen, aber immerhin ein paar Mal. Nachdem ich zuvor auf Google Maps halbwegs passende „Trainingsgelände“ (kein Verkehr, möglichst weit weg von Häusern, genügend Auslauf) gefunden habe, habe ich mir ein paar simple Übungen notiert, die jeder kennt, aber außerhalb von Fahrtrainings ja doch nie macht. Unter anderem: das Motorrad mit einem Finger zu halten, so langsam wie möglich fahren oder Achter fahren. Hier offenbarte sich selbst nach vielfacher Wiederholung, welche Seite auch nach vielfacher Wiederholung die Schokoladenseite bleibt und wie sehr ich beim ersten Wenden herumeiere. Auch deswegen ist es natürlich wichtig, keine Zuschauer in der Nähe zu haben… Am meisten überrascht war ich von der letztens vorgestellten Übung, stehend auf dem Motorrad zu balancieren. Ich wusste nicht, wie das mehr als 0,36 Sekunden funktionieren soll, bis ich es mit der GS selbst ausprobiert habe und nach wenigen Versuchen eine beachtliche Zeit in den Rasten stand. Das Vorderrad mit ein paar Lenkeinschlägen links/rechts vorher leicht einzubuddeln scheint der Trick zu sein. Der Schwierigkeitsgrad lässt sich auch damit beliebig steigern, und von selbst steht das Motorrad auch so definitiv nicht. Allerdings: Auf Asphalt oder festem Schotter funktioniert das Ganze dann schon wieder so, wie man es sich vorstellt: Gar nicht. Aber vielleicht brauchts einfach noch mehr Übung auf dem Boxer-Balance-Board.

Apropos: Im Zuge dieses Anflugs von Selbstoptimierung der Fahrkünste fiel mir das Individualtraining ein, das ich vor drei Jahren mal machen durfte. Für einen virtuellen Zehner (inklusive Versand) kaufte ich mir ein paar Fußballhütchen, um mir damit einen Kreis oder einen Slalom aufzubauen. So wirklich Zeit zum Herumspielen hatte ich natürlich noch nicht, aber die Idee finde ich nach wie vor gut.

Back to Basics

Bereinigung des Bestands… mal wieder

Die Zwangspause im Winter ist immer gefährlich für den Bestand in der Garage. Da ich mit dem Verkauf der Duke letztes Jahr schon etwas Hygiene betrieben habe und ich die Versicherungen aus Spargründen angepasst habe, klopfte mal wieder das Thema Xchallenge an. Bevor ich mich wieder in eine sentimentale Dauerschleife hineinträumen konnte, schaffte ich es, in ihr vor allem einen vierstelligen Betrag zu sehen, der mir für einen Autokauf deutlich mehr bringen würde, als in einem Drittmotorrad gebunden zu sein, dass ich quasi kaum fahre. Dass ich die 650er gerade verliehen und seit einigen Monaten nur auf Fotos gesehen habe, hilft enorm, die Sache objektiv zu sehen. Aber ehrlicherweise habe ich den Weg zu dieser Entscheidung ja bereits vor eineinhalb Jahren geebnet und asphaltiert. Nur um dann kurz vor dem Inserat ein Verbotsschild aufzustellen, das mein Gewissen beruhigt hat. Aber der Weg dorthin blieb immer sichtbar, auch wenn links und rechts schon etwas Unkraut gewachsen ist. Um das Bild nicht weiter auszuschmücken: Alles hat seine Zeit. Nach einem Ölwechsel und etwas Pflege werde ich die Xchallenge verkaufen, das ist dieses Mal sicher. In Zukunft werde ich dann erstmals einen reinen Boxer-Fuhrpark haben. Oh Moment, das ist aber eine schöne DesertX, die hier gerade mit 7447 Kilometern verkauft wird…

1170cc only

Werkzeugrolle… mal wieder

Zwei Mal den gleichen Motor im Bestand zu haben, hat so seine Vorteile. Vor allem, was die Wartung angeht. One Ölsorte Fits All. Dazu kam mir schnell der Gedanke, eine perfekt ausgestattete Werkzeugrolle für beide Motorräder zu packen, die ich dann einfach hin- und hertausche. Diese Idee habe ich aber schnell wieder verworfen, denn dafür ist das Verstauen (im Fall der HP2 eher ein Verschnüren mit Kabelbindern) unter der Sitzbank doch zu anfällig, es mal zu vergessen. Trotzdem war es eine gute Gelegenheit, sich diesem Thema mal wieder zu widmen. In einem vielleicht unnötig systematischen Ansatz habe ich nun zwei Werkzeugrollen gepackt, die IMMER an Bord sind und mit denen man, bei aller Kompaktheit, hoffentlich schon mal neun von zehn Pannen beheben kann.

Dafür habe ich nach langer Zeit mal wieder jedes Teil in der Hand gehabt und zumindest die gängigen Schrauben am Motorrad gecheckt, an die man hin und wieder dran muss. Ein paar bisherige Schlüssel sind bei der Gelegenheit sogar rausgeflogen. Wichtig schien mir:

  • Spiegel an-/abschrauben (Muttern verschiedener Größen)
  • Verkleidungsschrauben lösen (verschiedene Torx)
  • diverse kleinere Schrauben an Handschützern, Kofferträger (oft Inbus)
  • Batteriepole (Kreuzschlitz)
  • Dank eines Präzedenzfalls: Schrauben der Ventildeckel (TX40)
  • BMW-Spezialschlüssel zum Öl einfüllen
  • ein paar Kabelbinder

Als Erweiterung, die in die Hecktasche oder den Tankrucksack passt, habe ich ein paar größere Dinge zusammengepackt:

  • Luftpumpe
  • Reifenflickset
  • Ersatzglühbirne vorn (Rest LED, aber die brennt ja doch häufiger mal durch…)
  • Kaltmetall
  • Zange
  • Nicht im Bild, aber vermutlich dann auch dabei: Powerbank mit Starthilfe-Funktion

Wenn es jetzt noch auf eine größere Reise ginge, wären eventuell noch Montierhebel dabei und Werkzeug zum Räderausbau. Aber das scheint mir mit den Schlauchlosreifen beider Boxer doch einigermaßen übertrieben. Wenn das Flickzeug nicht mehr reicht, müsste man sicher sowieso eine Werkstatt ansteuern. Soweit die Theorie, die im besten Fall nie der Praxis standhalten muss.

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