Race To Dakar

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Matt’s F 650 RR (© Tamsin Slater / Wikipedia CC BY-SA 2.0*)

In Race to Dakar erzählt Schauspieler, Abenteuerreisender und Motorradfahrer Charley Boorman die Geschichte seiner Teilnahme an der 28. Auflage der Wüstenrallye.

Worum gehts?

Ungefähr ein halbes Jahr nach „Long Way Round“ überlegte Charley, sich einen lang gehegten Traum zu erfüllen und an der berühmtesten Rallye der Welt teilzunehmen. Zusammen mit Produzent Russ Malkin, der Ewan und Charley schon bei Long Way Round begleitete, besuchte er 2005 die Rallye und machte sich in einem der Camps ein genaueres Bild. Obwohl schon hier klar wurde, welche Entbehrungen auf ihn zukamen, wollte er das Projekt in die Tat umsetzen.

Wieder bedurfte es Monate der Vorbereitung, in dieser Zeit fuhr Charley mehrere Endurorennen, schwitzte regelmäßig im Fitnessstudio und verbrachte Tage in Simon Pavey’s Offroadschule in Wales. Simon wurde als Zweiter ins „Race to Dakar“ Team rekrutiert, er fuhr damit das sechste Mal nach Dakar. Dritter Fahrer war Matt Hall, der auch als Kameramann fungierte. Die Motorräder, drei F650GS Dakar, wurden von BMW gestellt, sie erfuhren allerdings zahlreiche Änderungen durch Touratech und Chefmechaniker Gareth. Auch das Begleitfahrzeug, ein X5, wurde den harten Bedingungen der Wüstenrallye angepasst.

Kurz vor Silvester brach das Team nach Lissabon auf, von wo aus die Rallye im Jahr 2006 startete. Die Etappen führten über Malaga nach Marokko, in die Westsahara, nach Mauretanien, Mali und Guinea und endete am 15. Januar in Dakar im Senegal.

Die Perspektive wechselt dabei oft zwischen dem Rennteam und der Support-Crew, die in den nächtlichen Lagern kaum mehr Schlaf bekam als die Fahrer. Im Laufe der Rallye bekommt man auch andere Fahrer öfters zu Gesicht, ebenso werden Eindrücke über die Organisation und Logistik der Rallye vermittelt.

Fazit

Race To Dakar bietet einen interessanten und persönlichen Einblick in die legendäre Rallye, die übrigens mittlerweile in Südamerika stattfindet. Vom immensen Aufwand vor der Rallye bis zu den wenigen Stunden unruhigen Schlafs bis zur nächsten 200 Kilometer Etappe durch Sanddünen ist man als Zuschauer bzw. Leser immer mittendrin. Auch hier stellt das englischsprachige Buch, in dem übrigens Simon und Matt deutlich häufiger zu Wort kommen, eine perfekte Ergänzung zur DVD dar und übertrifft diese teilweise sogar an Spannung. Wer Long Way Round mochte, dem wird Race To Dakar sicherlich auch ohne Ewan gefallen. Und wer schon vorher mit Charley, Claudio, Russ usw. nichts anfangen konnte, der wird sich auch mit dieser Doku nicht so recht anfreunden können.

Bezugsquellen (u.a.):
– Rebuy
– Amazon

Mehr Informationen:

Eine Sammlung von Umbauten der F650 Rallye-Versionen

*Quelle:
Tasmin Slater für Flickr / Wikipedia / CC BY-SA 2.0(https://en.wikipedia.org/wiki/File:Charley_Boorman’s_Dakar_bike.jpg)