Nach A. und (i) zurück – Tag 3

  • Abschnitt: Firenzuola – Palazzo
  • Strecke: ca. 270 Kilometer
  • Fahrzeit: 08:30 bis 15:00 Uhr
  • Motto / Idee des Tages: When in Rome, do as the Romans do
  • Lied des Tages: Falco – Junge Römer

Ohne Frühstück ging es nach einer sehr erholsamen Nacht direkt zum Moped. Reifen und Federbein verlangten im Gegensatz zu gestern aber nur nach minimalen Korrekturen. Dafür bekam ich es endlich auf die Reihe, die Satteltaschen links wie rechts passend und mit möglichst viel Auflagefläche auszurichten. Auch das Tanken hat sich mittlerweile eingespielt, dafür reicht es einen Gurt zu lösen und die rechte Tasche anzuheben.

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Luxuriöser Stall inklusive

Durch ein schön grünes Tal, links und rechts Felsen, Dörfer und Steinbrücken nahmen wir Kurs auf Imola. An einem typischen Straßencafé gab es dann den ersten Cappucino und (vermutlich Corona-bedingt) einen eingepackten Riesen-Cookie als Beilage. Man will ja schließlich die Form waren und colazione tipica italiana würdigen.

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Seltsam nahrhafter Cookie

Beim bald darauf obligatorischem Tankstopp stellte die Xchallenge mit umgerechnet 3,2 Litern für 100 Kilometer neue Rekorde auf. Andererseits sind wir auch selten über 100 gefahren. Das TFT der 850 Adventure vermeldete an gleicher Stelle irgendwas über 450 Kilometer Restreichweite. Nach Imola und ein paar Schnellstraßen kamen wir langsam zurück in den Appenin, die Gegend sah schon vertraut und noch „italienischer“ aus als gestern. Irgendwann waren dann endlich San Marino und Urbino angeschrieben, es zog sich aber noch. Nach einer Mittagspause mit den größten und zugleich unspektakulärsten (aber trotzdem guten) Käse-Panini, das mir je untergekommen ist (2 cm Brot, 2 x 1 cm Käse, 3 cm Brot), gab ich zum ersten Mal seit der Autobahnetappe meinem Headset eine Chance. Je nachdem welches Lied gerade in der Zufallsauswahl war, sorgte das tatsächlich für schöne musikalische Untermalung für das Gesehene und Erlebte.

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Es wird wieder hügelig, aber anders hügelig

Nach Cagli erkannte ich einige Straßen und Kurven von der letzten Tour wieder, es war also nicht mehr weit. Im Dorf und Haus angekommen war alles wie immer und fast so, wie wir es letzten Sommer verlassen hatten. Nur dass auf dem Weg dahin eben eine Baustelle abgeschlossen und sicher irgendwo anders eine neue dazu gekommen ist. Und da wir dieses Mal schon im Juli hier sind, blühen die Sonnenblumenfelder noch in voller Pracht, statt ihre Köpfe hängen zu lassen wie überdimensionierte und rostige Duschköpfe.

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Piazza di Palazzo

Aus dem Abendessen im Agriturismo auf dem gegenüberliegenden Berg wurde durch ein aufziehendes Gewitter zwar nichts, aber dafür rettete die jedes Jahr aufgefrischte Notration den Abend. Sie besteht aus einer Packung Nudeln und einem Glas Pesto, zusätzlich zu dem, was man eben nach dem Urlaub nicht mit heimtransportieren möchte. Eine Packung Nudeln und Sauce sollte sowieso in jedem Haushalt vorrätig sein. Spätestens wenn die Hamsterkäufer und Schnäppchenjäger wieder zuschlagen. Wenn das Wetter morgen passt, fahren wir an den Strand. Außerdem muss ich dann die Navigation übernehmen und meine Route nach Bari planen. Der zwischenzeitliche Check der montenegrischen Regierungshomepage verheißt nach wie vor nichts Gutes für die Anreise via Albanien. Aber bis dahin sind es noch ein paar Tage. Dafür, dass es erst der dritte Reisetag ist, kommt es mir vor, als wäre ich schon fünf Tage unterwegs.

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Oh ja John Lee Hooker, now I’m cookin‘ with gaaas

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