Achtung! Elektroantrieb!

Hinter jedem gesichteten Motorrad steht ja auch immer die Frage, ob das was für einen wäre. Ob man genug „Fähigkeitslücke“ erkannt hat, um das Zweit- oder Drittmotorrad zu rechtfertigen, oder ob es spannender, besser, leichter ist. Ob genug Gründe da sind, um das alte Moped zu ersetzen. Zum Glück verbietet es der Kontostand meistens, sich mehr als flüchtig bei mobile.de damit zu befassen. Meine wiederkehrenden Beispiele? Triumph Street Triple, BMW R nineT, KTM 690 Enduro. Manchmal auch Royal Enfield. Neu dazugekommen ist nun die KTM 640 Adventure, über die ich mich in der kommenden MOTORRAD (26/2019) auslassen werde…

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Energica Esse Esse Nove

Parallel dazu stelle ich aber eine ganz andere Entwicklung fest. Erst gestern habe ich wieder gelesen, dass ein paar skandinavische Länder ab 2030 keine neuen Verbrenner mehr zulassen wollen. Details wären schnell recherchiert, spielen dafür jetzt aber keine Rolle. Klar ist auch, dass Elektroantrieb nicht die CO2-neutrale Lösung aller Probleme ist. Damit beschäftigen sollte man sich trotzdem. Ich konnte das zum Glück beruflich, sonst würde mir bis heute wohl auch der Bezug dazu fehlen. Zumindest in ausgewählten Fällen hat es mich tatsächlich zum Umdenken bewegt. Ich rede nicht von 20 000 € und auf wärts für Energica, Harley Livewire und Zero. Leider auch nicht von der sehr spaßigen Cake, die ich in Stockholm ausprobieren durfte (14 000 €).

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Cake Kalk OR in Stockholm

Aber die kurze Überlegung, dass eine Sportenduro ja ganz nett wäre, blieb bei Preisen zwischen 6000 und 10000 € hängen und endete damit, dass ich mir dafür einfach eine KTM Freeride E-XC kaufen würde. Mit Elektroantrieb. Passt doch. Macht im Wald keinen Lärm, keinen Stress und trotzdem jede Menge Spaß. Spätestens seitdem kann ich das ganze Stammtischgelaber nicht mehr lesen. Das eine muss das andere nicht ausschließen, aber hier werden schon wieder Gräben gezogen, die man sonst bei wesentlich größeren Themen erwarten würde. Aber hey, es geht einfach nur um Motorräder.

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Die aktuell interessanteste Option: Freeride E-XC

Ein weiteres Beispiel, das ich für sehr gelungen halte, ist die Zero FXS. Klar, kostet auch fast 13 000 €. Eine 690 oder 701 Supermoto ist günstiger. Aber man sollte sich an den Gedanken gewöhnen, dass Elektro-Mopeds durchaus spannende Alternativen sein können. Wenn man sich darauf einlässt. Das lautlose Warten und anschließende Sprint an der Ampel wird zum Beispiel nie langweilig. Es mag nur eine Phase sein, aber im Moment frage ich mich schon fast, ob es sich noch lohnt, einen Verbrenner zu kaufen. Oder ob es sowieso ganz anders kommt und synthetische Kraftstoffe wieder alles auf den Kopf stellen. Solange es Motor-Räder gibt, soll mir das eigentlich egal sein. Es wird halt nur anders, und das war doch eigentlich schon immer so.

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Zero FXS. Eine halbe Nummer zu klein für mich, glaube ich

Wieso, weshalb, warum?