Achtung! Elektroantrieb!

E-Boxer (Vision DC Roadster) © Copyright BMW AG, München (Deutschland)

Hinter jedem neu entdeckten Motorrad steht ja schnell die Frage, ob das etwas für mich wäre. Ob man genug „Fähigkeitslücke“ erkannt hat, um das Zweit- oder Drittmotorrad zu rechtfertigen, oder ob es spannender, besser, leichter ist. Ob genug Gründe da sind, um damit das alte Moped zu ersetzen. Zum Glück verbietet es meist der Kontostand, sich mehr als flüchtig bei mobile.de damit zu befassen. Meine wiederkehrenden Beispiele? Triumph Street Triple, BMW R nineT, KTM 690 Enduro. Manchmal auch Royal Enfield.

Parallel dazu stelle ich aber eine ganz andere Entwicklung fest. Erst gestern habe ich wieder gelesen, dass ein paar skandinavische Länder ab 2030 keine neuen Verbrenner mehr zulassen wollen. Details wären schnell recherchiert, spielen dafür jetzt aber keine Rolle. Klar ist auch, dass Elektroantrieb nicht die CO2-neutrale Lösung aller Probleme ist. Damit beschäftigen sollte man sich trotzdem. Ich konnte und kann das zum Glück ab und zu beruflich, sonst würde mir bis heute wohl auch der Bezug dazu fehlen. Zumindest in ausgewählten Fällen hat es mich tatsächlich zum Umdenken bewegt. Ich rede nicht von 20 000 Euro und aufwärts für Energica, Harley Livewire und Zero. Leider auch nicht von der sehr spaßigen Cake, die ich während einer Dienstreise in Stockholm ausprobieren durfte (schlanke 14 000 Euro).

Aber die kurze Überlegung, dass eine Sportenduro ja ganz nett wäre, blieb bei Preisen zwischen 6000 und 10 000 Euro hängen und endete damit, dass ich mir dafür einfach eine KTM Freeride E-XC kaufen würde. Mit Elektroantrieb. Passt doch. Macht im Wald keinen Lärm, keinen Stress und trotzdem jede Menge Spaß. Spätestens seit ein paar Testfahrten mit ihr kann ich das ganze Stammtischgelaber nicht mehr lesen. „Mopedfahren ist Emotion“. Ja richtig, aber das eine muss das andere doch nicht ausschließen. Hat ja auch niemand behauptet, dass der permanterregte Synchronmotor sexy klingt. Aber Spaß macht es trotzdem. Hier werden schon wieder Gräben gezogen, obwohl wir doch eigentlich alles das selbe Hobby haben…

Ein weiteres Beispiel ist die Zero FXS. Die kostet immerhin auch um die 13 000 Euro. Die Benzin-Alternativen 690 oder 701 Supermotos sind günstiger. Aber man sollte sich an den Gedanken gewöhnen, dass Elektro-Mopeds durchaus spannende Alternativen sein können. Wenn man sich darauf einlässt. Das lautlose Warten und anschließende Sprint an der Ampel wird zum Beispiel nie langweilig. Es mag nur eine Phase sein, aber im Moment frage ich mich schon fast, ob es sich noch lohnt, einen Verbrenner zu kaufen. Oder ob es sowieso ganz anders kommt und synthetische Kraftstoffe wieder alles auf den Kopf stellen. Solange es Motor-Räder gibt, soll mir das eigentlich egal sein. Es wird halt nur anders, und das war doch eigentlich schon immer so. Und wenn man sich ein E-Bike in die Garage stellt, ist da doch trotzdem noch Platz für ein Zwei- oder Drittmotorrad, oder?

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