Logbuch # 10 / 2018

Introdurre la tessera. Arrivederci!

Die wirklichen Aha-Momente der Mailänder Messe lagen mindestens zur Hälfte außerhalb der Hallen. Zum Beispiel in den teilweise chaotischen Sicherheitskontrollen. Das Ungewissen, ob meine Kamera die Strahlenbehandlung wegstecken würde, war zum Glück schnell überprüft (ja, sie ging noch). Die nächste Verwirrung war die ungewohnte Halleneinteilung. Es brauchte schon eine Zeit, bis ich verstanden habe, in welchen Hallen überhaupt ausgestellt wurde. Erst auf dem Rückweg habe ich festgestellt, dass dafür bereits ein genauer Blick auf mein Ticket gereicht hätte. Aber naja. In den Austellungsräumen angekommen, genoss ich dank Presseticket die relative Leere am Vormittag. Wirkliche Sensationen blieben für mich ehrlich gesagt aus – Internet sei Dank.

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Harter Hund

KTM 790 Adventure R

 

Ja superschick ist der Tank nicht, aber durch seine Funktionalität hat er – im Gesamtkontext des Mopeds – schon wieder etwas für sich. Mir gefällt die 790 Adventure vor allem aufgrund ihrer Eckdaten. Außerdem hat mich der Motor in der 790 Duke schon sehr begeistert. Kurzum: Die 790 Adventure könnte das Zeug zum rundum gelungenen Kompromiss einer Reise-Enduro haben.

BMW F 850 GS Adventure

 

Gefällt mir schon mal besser als die Standard-850. Und in gewisser Weise auch besser als die alte 800 Adventure, denn hier ist die massive Front nicht nur Verkleidung, sondern beherbergt tatsächlich den Tank. Auch neu sind die (im Vergleich zur Standard 850) größeren Federwege. Großer Minuspunkt bleibt aber das hohe Gewicht, denn offizielle 244 Kilogramm dürften in der Praxis eher 250 Kilogramm bedeuten, da bewegt sich die 850er in Sphären der Africa Twin Adventure Sports aber auch in der Nähe der großen GS. Meine luftgekühlte Boxer-GS ist leichter. Aber wer weiß… vermutlich wird sie trotzdem gut zu fahren sein, und die alte 800er Adventure hat mir auch erst nach ein paar Jahren gut gefallen.

Bobobobobobobobobob

 

Drittes Highlight: Dass es noch schöne Einzylinder gibt. Zum einen in Form der Fantic Caballero, über die ich zwar schon einen Text geschrieben bzw. übersetzt habe, sie jedoch erst jetzt in Natura sehen konnte. Und gerade in der oben gezeigten Rallye-Variante gefällt sie mir sehr gut. Sie ähnelt durchaus Ducati’s Desert Sled, doch die Fantic dürfte mit ihren rund 150 Kilo trotz geringerer Leistung viel Spaß machen. Und optisch finde ich sie sehr gelungen, obwohl das Preis- / Leistungsverhältnis hier und da schon deutlich sichtbar wird. Ebenfalls keine Revolution aber trotzdem schön: Die Neuauflage der 690 Enduro und ihrer Supermoto-Schwester. Auch die Husqvarna 701 hält die Fahne der großvolumigen Einzylinder hoch.

Was sonst noch gefiel…

Yamaha Ténéré 700, neue Triumph 1200 Scrambler, die Pizza in Cornaredo, R 1250 GS, AJP PR 7 am Enduristan Stand, Royal Enfield Himalayan, Royal Enfield Zweizylinder, die Pizza im Piccola Ischia, das Gespräch am Enduristan Stand, MOTORRAD-Kollegen treffen und die schneefreie Heimfahrt.

Ich melde mich bis auf weiteres ab und werde jetzt weiter an meiner Bachelorarbeit schreiben… das nächste Projekt? Schwinge an der G 650 wechseln. Warum? Siehe hier.
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