Solo Italia – Tag 7

  • Abschnitt: Palazzo – Senigallia / Cesano – Palazzo
  • Strecke: ca. 130 Kilometer
  • Fahrzeit: /
  • Erkenntnis des Tages: Die Stadt, die man am Strand von Cesano aus am Horizont sieht, ist Ancona!

Das gute Wetter wirkt sich direkt auf meine Laune aus. Ich kann es trotzdem nicht lassen auf der Karte hin- und herzuüberlegen. Mit einem Kaffee in der einen Hand und einem Stift in der anderen gehe ich die Möglichkeiten durch. Der Italien-Reiseführer, der hier liegt, empfiehlt für Abruzzen das kleine Dorf Scanno, südlich von L’Aquila. Es sind zwar unter 300 Kilometer, aber die Tour dahin dürfte trotzdem gute sechs oder sieben Stunden dauern. Da ich das schon hinter mir habe und nun weiß, dass diese sechs Stunden über schöne Landstraßen führen, kann ich sehr gut mit der Fahrzeit leben.

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Il Mare – und typischer Straßenbelag für die Gegend

Gegen halb eins rolle ich in Richtung Strand. Um Tag 5 und 6 hochladen zu können, setze ich mich für eine halbe Stunde in das Il Maestrale. Ich fühle mich zwar etwas komisch da mit einem Laptop zu sitzen, aber eigentlich ist es mir auch ziemlich wurscht. Nachdem ich die Beiträge und Fotos hochgeladen habe, suche ich noch schnell ein Hotel in Scanno. Ich werde schnell fündig und bezahle die 50 € vorab per Paypal. Lieber so, als wieder Kredikartennummern durchs Internet zu verschicken.

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Bloggen aus dem Underground

Am Strand sehe ich schon von weitem die rote Fahne. Toll. Obwohl die Wellen eigentlich sehr klein sind. Ich fahre weiter nach Marotta, aber auch dort sehe ich wenige Leute, eingeklappte Schirme und rote Fahnen. Ich will schon wieder heimfahren, aber es nervt mich schon. Außerdem waren wir vor ein paar Wochen auch bei roter Fahne im Meer, und da waren die Wellen wesentlich spannender. Ich fahre also zurück und lege mich an den Strand.

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Baden verboten

Ich traue mich allerdings noch nicht ins Wasser. Und die 50er-Sonnencreme muss ja sowieso einziehen. Ich beobachte ein paar Leute, die allerdings nur im flachen Wasser laufen. Im Meer sehe ich nur die Bojen auf und abwippen. Dort wo der Bademeister sonst sitzt, sitzt keiner. Das ist wahrscheinlich der einzige Grund, warum Baden verboten ist. Bevor sich meine Gedanken noch in Richtung Quallen oder Krebsplage ausweiten, gehe ich ans Wasser. Da haben wir’s ja schon: Es ist einfach nur kalt. Ich würde trotzdem gerne reinspringen, traue mich dann aber doch nicht. Nach einer guten Stunde in der Sonne packe ich zusammen. Auf dem Heimweg kaufe ich nochmal Wasser und ein paar Snacks für morgen. Ich bin sehr optimistisch und freue mich auf die letzten Tage, egal wie weit ich nun in den Süden fahre.

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Ich mache ja tendenziell zu viele Fotos ohne Menschen drauf. Bitte sehr.

In Palazzo schiebe ich das Moped ohne Umwege direkt vor die Haustür. Mehrere Katzen werden Zeuge, wie perfekt meine Im-Haus-Park-Technik mittlerweile ist. Im Flur sprühe ich noch etwas Kettenspray auf die Kette und wasche noch ein paar Sachen. Dass ich alle zwei Tage irgendetwas waschen muss stört mich übrigens garnicht. Ich genieße das leichte Gepäck und merke schon, dass wirklich nichts überflüssiges dabei ist. Ich versuche morgen spätestens um zehn wegzukommen.

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