Nach A. und via I. zurück – Tag 17

  • Abschnitt: /
  • Strecke: 40 Kilometer
  • Fahrzeit: /
  • Motto / Idee des Tages: Eine Reise sollte eine Balance haben.
  • Lied des Tages: The Prodigy – Climbatize

Gegen 23 Uhr (nach griechischer Zeit also 24 Uhr) liege ich bereits im Bett, bzw. auf der Couch. Ich wache bereits mit dem Sonnenaufgang auf, schlafe aber nochmal ein und träume den größten Mist. Ich bin irgendwo bei einem Klassenkameraden mit Kollegen und suche panikhaft Klamotten und Stiefel für das Enduro-Training in Hechlingen aus. Ich bin mir sicher, dass es nicht heute ist, bis mir der Klassenkamerad einen Zettel mit Terminen unter die Nase hält. Ich verstehe die komische Tabelle nicht und er wechselt in dieser Zeit den Vorderreifen seiner F 800 GS gegen einen Stollenreifen. Während ich dann schon zwei Schichten anhabe und noch überlege, welche Jacke ich jetzt drüberziehe und feststelle, dass ich garkeine Endurostiefel habe, merke ich dass bereits alle weg sind und das Training in einer Viertelstunde (um 16 Uhr, normal halt) anfängt und ich aber mindestens eine Stunde entfernt bin. Weiter komme ich nicht mehr, denn ich wache auf. Während ich das alles sortiere, stehe ich auf und mache mir einen Kaffee. Trotz der aufgerissenen Packung schmeckt er ganz ok und zumindest nicht schlechter als die letzten Frühstückskaffees in den Hotels. Ich freue mich nach wie vor unheimlich darüber, nichts tun zu müssen, nicht zum Frühstücksbuffet zu laufen um danach auszuchecken. Vielleicht sollte ich im nächsten Urlaub einfach nur hier her fahren, oder an einen anderen Ort, oder zumindest ein paar längere Zwischenhalte einplanen. Jeden Tag woanders zu übernachten fühlt sich vielleicht an, als ob man viel vom Land sehen würde, es scheint aber eher andersrum zu sein. Zumindest gilt das für mich. Zwischendurch blättere ich, wie in jedem Urlaub hier, in den alten Motorradheften von 2007 und 2008. Eine Anzeige von damals ist mindestens zu 20 Prozent für meine Xchallenge-Anschaffung verantwortlich.

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So schauts aus

Mit der dampfenden Tasse breite ich mal wieder die Karte aus, die groß genug ist, um darauf zu sitzen. Ich buche ein Zimmer in Brisighella und plane daraufhin noch eine Übernachtung in Südtirol. Morgen möchte ich noch einige kleine Straßen mitnehmen, nach Südtirol werde ich wohl auch Schnellstraßen und vielleicht auch die Autobahn nehmen. Von Bozen, Meran oder Brixen ist es dann wiederrum spürbar entspannter, was die Fahrzeit bis Freising angeht. Wie ich mittlerweile mehrfach erlebt habe, kann man sich kleine Straßen durch die Po-Ebene echt sparen. Es ist schon jetzt so heiß, dass ich nicht unbedingt Lust auf Strand habe. Trotzdem schreibe ich einen kleinen Einkaufszettel, was ich drinnen mache, denn der Boden auf dem Balkon ist so heiß, dass man barfuß nur im Schatten stehen kann. Daraufhin kommt mir eine Idee, die ich vor ein paar Jahren schon einmal getestet habe. Das Resultat war allerdings ernüchternd, ich habe aber auch zu lange gewartet. Ich fülle also zwei leere Flaschen und zur Sicherheit noch einen großen Topf mit Leitungswasser und stelle sie in die Sonne.

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if it works, it ain’t stupid III

Nachdem ich die Reste von gestern aufgegessen habe, widme ich mich wieder meinem Buch. Gegen 15 Uhr ist es immer noch sehr heiß aber für meine Einkaufstour fahre ich einfach im griechischen Stil. Zumindest fast, denn Helm und Handschuhe trage ich trotzdem. Ich habe zum ersten Mal seit einer Woche wieder eine Zapfpistole in der Hand, 95 ottani. Im Supermarkt packe ich eine Motociclismo ein, einen Parmesan, etwas Brot und jede Menge Wasser. Dazu noch ein paar gefüllte Croissants für das Frühstück. Ein Fünferpack Müsliriegel ergänzt meine Notration. Nach dem Einkauf bin ich durchgeschwitzt genug um meine Duschinnovation auf Praxistauglichkeit zu testen. Das Wasser ist tatsächlich angenehm warm und ausreichend für eine schnelle Dusche. Den restlichen Nachmittag lese ich „IT“ weiter und brauche hinterher nichtmal aufmunternde Videos, die mich auf andere Gedanken bringen. Ich schaffe es endlich mein Garmin mit dem Headset zu verbinden, es bestätigt sich mal wieder die alte Weisheit, dass das Problem meist beim Nutzer liegt, der die Anleitung nicht ausreichend gelesen hat. Später mache ich noch ein paar Fotos vom Balkon, kurz vor 8 mache ich mich für das Abendessen im Il Rustico fertig.

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Schuss…

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… Gegenschuss (etwas später)

Beim Essen denke ich wieder über den wirklich treffenden Vergleich zu „Oh wie schön ist Panama“ nach. Mir ging es im letzten Urlaub ähnlich, da bin ich aber nicht mehr innerhalb des Urlaubs zurückgekehrt und konnte es mir somit nur denken. Es kommt mir garnicht so vor als ob ich jetzt eine Woche in Griechenland war. Es ist außerdem komisch, nun Richtung Norden weiterzufahren. Das habe ich sonst immer nur mit dem Auto gemacht. Ich bin aber nicht wirklich traurig und habe langsam das Gefühl, lange genug unterwegs gewesen zu sein.

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Never ride at night

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