Eine für alles

289 Euro. Ein Schnäppchen ist die Ortho-Max Protektorenjacke definitiv nicht. Differenzierter betrachtet ist sie aber jeden Euro wert. Soweit ich das zumindest sturzfrei beurteilen kann… Update nach einer „Saison“

Online-Shopping ist bequem, bei Motorradklamotten rächt sich diese Bequemlichkeit aber oft ziemlich schnell. Andererseits ist auch der Gang in Filiale und Umkleidekabine keine Garantie für einwandfreien Sitz. Das ist vor allem für die Protektoren wichtig, die möglichst eng anliegen sollen. Bei meiner Revit-Jacke in Größe L ist das schon im Winter schwierig genug, aber ohne Thermofutter (also fast immer) rutschen Ellbogen- und Schulterprotektoren sonst wohin. Der Safemax-Rückenprotektor, der auch zu lang scheint, nervt als weiteres, mitzuschleppendes Extra auch manchmal. Die Lösung für beide Probleme scheinen Protektorenjacken zu sein. Diese gibt es mittlerweile von vielen Herstellern, am meisten tauglich schien mir aber die Ortho-Max von Ortema. Zumindest habe ich mit einer Cross-Protektorenweste von Ortema schon gute Erfahrungen gemacht.

orthomax

Schützt umfassend, ohne dick aufzutragen…

Die Schützer sind aus weichem Schaumstoff und verrutschen dank der engen Passform nur minimal. Vor allem sind sie auch sehr umfassend entworfen. Im Gegensatz zu üblichen Einlagen ist hier fast der ganze Unterarm geschützt. Ellbogen-, Schulter-, Rücken- und Brustprotektoren gehören zur Serienausstattung. Laut Ortema ist die Jacke für Straße und Gelände gleichermaßen geeignet. Ein dünnes Netzgewebe ermöglicht eine gute Durchlüftung. Der größte Vorteil der Jacke ist aber eindeutig dass sie sich unter jeder Motorradjacke tragen lässt.

Ein Problem bleibt: Auch die Protektorenjacke folgt den üblichen Standardgrößen. Der Ortema-Onlineshop bietet aber immerhin präzise Angaben, welche Größe für wen passen sollte.

Update:
Nach einem Sommer und nun beginnenden Herbst mit der Jacke ein kurzes, wenn auch immernoch sturzfreies, Resümee. Die Jacke hält, was sie verspricht und bietet guten Sitz und optimalen Schutz. Der größte Nachteil, den ich soweit erkennen kann, ist die etwas schlechtere Belüftung. Aber das ist logisch, egal wie löchrig der Stoff ist, eine weitere Schicht lässt eben weniger Luft durch. Ein weiterer Nachteil (gegenüber einer normal ausgetatteten Motorradjacke) ist, dass man immer ein weiteres Teil mit sich schleppt, das dann über den Stuhl etc. gehängt wird. Allerdings überwiegen die Vorteile der Orthomax deutlich. Ich konnte im Praktikum viele Textil- und Lederjacken testen, bei den wenigsten saßen die Protektoren so gut wie bei der Protektorenjacke. Die obendrein noch unter jede Jacke gepasst hat. Der hohe Preis relativiert sich daher meiner Meinung nach ziemlich schnell.

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