F/G 650 GS – Reparatur und Umbau

Die F 650 ist eine feste Größe im breiten Spektrum der Reiseenduros. Durch die lange Bauzeit und die moderaten Änderungen innerhalb der Modellreihe hat sich eine große, selbst-schraubende Gemeinschaft gebildet. Dieser Beitrag versteht sich als kleine Wissensdatenbank für alle 650er Fahrer und andere Interessierte.

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Nicht immer schrauberfreundlich… unter dem Kleid unterscheiden sich F und G kaum.

Die Wurzeln der R13 Baureihe, also aller F 650 GS, F 650 GS Dakar, G 650 GS und G 650 GS Sertao, reichen bis zur 1993 erschienenen Funduro zurück. 2000 folgte das stark überarbeitete GS-Modell, nun mit Einspritzer-Motor. Da sie auch Erfolge bei der Dakar-Rallye einfahren konnte, erschien bald das danach benannte Sondermodell, das mit 21 “ Vorderrad und größeren Federwegen ausgestattet war. Nach Präsentation der F 800 GS 2008 verschwanden die Einzylinder von den meisten Märkten. Der Motor wurde in der G 650 X-Reihe weiter genutzt, diese Modelle wurden aber leider nach kurzer Bauzeit wieder eingestellt. Die vorerst letzte Ausbaustufe stellt die 2011 erschienene G 650 GS dar. Sie basiert im Wesentlichen auf der F 650 GS. Auch sie wurde von einer geländegängigeren Schwester begleitet, die nun Sertão heißt. Die Modelle werden seit 2015 (Sertão) bzw. 2016 (GS) nicht mehr angeboten. Über einen Nachfolger kann mit Stand 2016 leider nur spekuliert werden.

Wartung, Reparaturen und Umbauten aller Art

Ob Reparatur der Wasserpumpe, Verlegung des Spannungsreglers oder Gewichtsoptimierung… es gibt vieles, was man selbst erledigen kann.

Bücher und Anleitung auf DVD

Die Bücher enthalten leider nur die Modelle bis 2007, die G-GS ab 2011 sind nicht erfasst. Die Motorräder sind zwar nahezu baugleich, ein paar Arbeitsschritte können sich aber unterscheiden. Da ich keines der Bücher besitze, kann ich nichts über deren Qualität sagen. Die Anleitungen sollten aber wesentlich verständlicher geschrieben sein, als die aufgeführte DVD von BMW, die eher auf Zweiradmechaniker zugeschnitten ist.

F 650 Rallye – Umbauten

Anfang  der 2000er vertrauten viele Rallyefahrer auf die 650er BMW als Basis. Mit Stand 2016 ist es schwierig geworden, die entsprechenden Teile aufzutreiben.

Die sinnvollsten Modifikationen

  • Batterie: Der Flüssigkeitsstand der alten Säurebatterie muss oft kontrolliert werden. Da sie über dem Motor sitzt, verdunstet hier alles besonders gut. Das aufwendige Wegschrauben der Verkleidung kann man sich sparen, indem man sich eine wartungsarme Gelbatterie kauft oder eine Lithium-Batterie gönnt. In diesem Fall wird das Motorrad auch noch um drei Kilo leichter. Vor allem kann bei beiden Ersatzakkus nichts auslaufen, wenn das Motorrad doch mal umfallen sollte…
  • Fußrasten: Für Straßenfahrer wahrscheinlich weniger ein Problem, spätestens aber bei längeren Passagen im Gelände, die stehend gefahren werden. Die Fußrasten sind relativ schmal gebaut und werden dadurch schnell unbequem.
  • Endschalldämpfer: Mag der Klang noch subjektiv als gut oder schlecht empfunden werden, ist das Gewicht der Auspuffanlage objektiv zu hoch. Mit einem neuen Endschalldämpfer verliert das Motorrad je nach Hersteller bis zu vier Kilogramm an dieser schwerpunkttechnisch ungünstigen Position. Den freigewordenen Platz auf der rechten Seite kann man bei Bedarf mit einer „Tool-Tube“ stopfen.
  • Ergonomie: Lenker, Lenkererhöhung, Sitzbank, tiefere Fußrasten und Windschild. Wenn der Fahrer nicht der Vorgabe der Entwickler entspricht sind das die wichtigsten Stellschrauben, mit denen vor allem die Gelände- und Langstreckentauglichkeit verändert werden kann.
  • Alle anderen An- und Umbauten sind vor allem dem Einsatzzweck geschuldet. Hier sind kaum Grenzen gesetzt und jeder Fahrer muss abwägen, was er für nötig oder unnötig ansieht. Beliebte Modifikationen umfassen:
    • Anbau von Sturzbügeln
    • Änderung der Übersetzung (von 16/47) zu 15/49
    • Ersetzen des Lenkers
    • Ersatz der Handprotektoren
    • Ersatz der Federn oder der kompletten Vorderradgabel
    • Austausch des Federbeins
    • Umrüstung des 17 “ Hinterrads auf 18 „
    • Umrüstung des 21 oder 19 “ Vorderrads auf 17 “ (Supermoto)
    • Anbau des Touratech-Zusatztanks (+ 22 Liter)

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